Mobilität im Landkreis Regen

Mehr Mobilität und weniger (Individual-)Verkehr - für dieses Motto setzt sich der BUND Naturschutz im Landkreis Regen ein. Wir unterstützen daher Initiativen wie die Reaktivierung der Bahnstrecke Gotteszell - Viechtach, die der Verein "Go-Vit - Verein zur Förderung nachhaltiger Mobilität zwischen Gotteszell und Viechtach" mit einem erfolgreichen Bürgerentscheid durchgesetzt haben.

Aber auch im Zwieseler Winkel wird derzeit über eine Bahnstrecke immer wieder mal diskutiert. Auch hier fordert der BN mehr Mobilität auf der Schiene und wünscht den Stundentakt für die Strecke Zwiesel - Grafenau.

 

 

Straßenbau im Landkreis Regen

Wir meinen, dass der Bayerische Wald über ein gut ausgebautes Straßennetz verfügt, so dass die finanziellen Mittel verstärkt in die Verbesserung von Bahn und Bus gesteckt werden müssten.

Die Staatsstraße durch das Zellertal zwischen Bodenmais und Bad Kötzting wurde in den vergangenen Jahren an mehreren Stellen begradigt und ausgebaut. Wir kämpfen gegen den Ausbau des letzten Teilstücks von Thalersdorf bis Bad Kötzting. Für die Rettung des Zellertaler Terrassenhügels haben wir leider vergeblich gekämpft.

Ein besonders trauriges Beispiel für Straßenbauwut erlebten wir letztes Jahr zwischen Frauenau und Klingenbrunn (Bild unten). Mit einem Brief an die Straßenbauverwaltung hatten wir noch einmal einen Versuch gestartet, den Bau aufzuhalten. Auch ein Protestmarsch und über 2.000 Unterschriften konnten die Straßenbauer nicht von ihrem sinnlosen Vorhaben abhalten. Hier ein Presseartikel auis dem Bayerwald-Boten.

Die Planungen für die Westumgehung von Ruhmannsfelden laufen zwar schon seit vielen Jahren, befinden sich aber noch in der Vorplanungsphase. Um so wichtiger ist es, jetzt frühzeitig alles zu versuchen, um dieses landschaftszerstörende Projekt zu stoppen. Das zur Zeit laufende Planfeststellungsverfahren zum dreispurigen Ausbau der B 11 zwischen Grafling und Gotteszell dient auch der Vorbereitung für die Westumgehung.

Hoffnung besteht noch auf Verhinderung des sogenannten "Autobahnzubringers" zwischen Zwiesel und dem Lallinger Winkel. Dieser soll nach dem Willen der Planer in mehreren Salamischeibchen fertiggestellt werden. Die nächsten Teilstücke sind die Ortsumgehungen von Kirchberg und Rinchnach. Das Planfeststellungsverfahren für die Kirchberger Umgehung ist zwar abgeschlossen, aber es laufen noch Klagen und der Landkreis mit seinen knappen Finanzmitteln muss den Bau erst einmal schultern. Zum neuesten Stand in Rinchnach können Sie sich aktuell durch Anklicken informieren.

Wenn Sie an umfassenden Informationen zu den oben genannten und vielen anderen Bauprojekten im Bayerischen Wald interessiert sind, schauen Sie doch einmal in die Internetseite von Sabine Macht aus Riedlhütte. Als Kristallisationspunkt für einen breiten Widerstand gegen den Straßenbauwahnsinn hat sie in kurzer Zeit außergewöhnlich viel bewirkt. Ein Musterbeispiel für private und selbstlose Eigeninitiative.

Noch eine außerordentliche persönliche Initiative: Erika Rupprecht aus München hat um die 800 Unterschriften für ein vorausschauende Verkehrspolitik im Bayerischen Wald gesammelt. Unter Mithilfe einiger ihrer Bekannten hat sie damit gezeigt, dass gerade auch die Menschen in der Großstadt sensibel für die Entwicklungen in unserer Tourismusregion sind. Vielen Dank, Frau Rupprecht! Oder Isolde Keilhofer aus Klingenbrunn. Zusammen mit ihrem Mann Karl war sie unermüdlich mit dem Radl unterwegs und hat ebenfalls Hunderte von Unterschriften mitgebracht.

Dieses Foto haben wir der aufrüttelnden Homepage von Sabine Macht entnommen. Wir danken ihr für die Erlaubnis. Und nicht nur dafür.