Restzerstörung des Zellertals?

Der Räuber Heigl

Zwischen Thalersdorf und Bad Kötzting, dem schönsten Abschnitt des Zellertals, hat die St 2132 noch einen relativ kurvenreichen Verlauf. Wir befürchten, dass der geplante Ausbau wesentlich mehr Durchgangsverkehr in das Gebiet ziehen wird. Dies schadet dem Tourismus und der einheimischen Bevölkerung.

Eine Übersicht (PDF, 1,4 MB) über das Vorhaben des Staatlichen Bauamts Regensburg mit einem Vergleich der verschiedenen Planungsvarianten finden Sie hier.

 

Der Zellertaler Terrassenhügel

Mit dem Bau der Umgehung von Thalersdorf wurde nicht nur ein weiteres Stück der großartigen Landschaft des Naturparks Bayerischer Wald zerstört, sondern auch ein einzigartiges historisches Bodendenkmal.

Im Zuge der Baumaßnahme wurde ein für den Bayerischen Wald wohl einzigartiges kulturhistorisches Denkmal zerstört, welches im Juni 2003 auch als Bodendenkmal unter Schutz gestellt wurde. Es handelt sich um den Zellertaler Terrassenhügel. Die Luftaufnahme zeigt die Abmessungen des Hügels mit etwa 800 m Länge, bis zu 500 m Breite und schätzungsweise 60 m Höhe. Regelmäßige Terrassen, exakt in einer charakteristischen Himmelsrichtung ausgerichtet, können nach fachlichen Gutachten möglicherweise bis in frühgeschichtliche Zeiten zurückdatiert werden. Dies wäre eine archäologische Sensation für ganz Ostbayern! Entsprechende Untersuchungen sind in die Wege geleitet worden.

Die zuständigen Behörden haben sich leider über diese Einwände hinweggesetzt. Viele Mitglieder und Freunde haben mithilfe einer Spende versucht, über eine Klage den Baubeginn noch zu verhindern. Wir bedanken uns dafür!