Umgehung Rinchnach - Teil eines neuen Autobahnzubringers?

Auf dieser Karte, die Sie durch Anklicken noch vergrößern können, ist der Verlauf der geplanten Trasse zu sehen. Eine noch detailliertere Karte, in der die genaue Plantrasse nach dem "bewährten" Eingriffsschema "Einschnitt - Damm - Einschnitt ..." zu sehen ist, finden Sie auf der Internetseite der Regierung von Niederbayern (Rubrik „Wir für Sie - Planung und Bau - Sachgebiet 32“ - Neue Planfeststellungsverfahren - Übersichtslageplan).

Voraussichtliche Kosten: 8,8 Mio. Euro für 3,2 km Straße! Unter anderem verursacht durch zwei Brückenbauwerke, die den enormen Eingriff in das FFH-Gebiet der Rinchnach und des Rieder Bachs abmildern sollen. Laut Verkehrsprognose werden im Jahr 2025 höchstens 3.000 Fahrzeuge die neue Umgehung befahren (diese Prognosen gehen von einer gleichbleibenden Steigerung des Verkehrsaufkommens aus, was wir bezweifeln und was einer zukunftsweisenden Verkehrpolitik nicht dienlich ist). Für eine Staatsstraße ist das trotzdem wenig. Durch den Ortskern von Rinchnach werden aber weiterhin über tausend Fahrzeuge fahren. Dafür gäbe es mitten durch die Feldflur massive Erdbewegungen, mit der Ruhe in der Erholungslandschaft östlich von Rinchnach mit dem Probstberg wäre es vorbei.

Bis zum 11. Februar 2009 konnten im Planfeststellungsverfahren schriftlich Einwendungen gegen das Bauvorhaben erhoben werden. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Kritik und Sorgen gegenüber dem Bauvorhaben zu äußern. Eine Mustereinwendung konnte als Hilfestellung dienen.

Und hier die Stellungnahme des BN im Planfeststellungsverfahren.

Gerne hätten wir an dieser Stelle auch die textlichen Unterlagen zur Planfeststellung als pdf-Dateien veröffentlicht, also den Erläuterungsbericht und den landschaftspflegerischen Begleitplan (noch besser wäre es, wenn dies das Staatliche Bauamt selbst machen würde, das wäre ein weiterer Schritt zur Demokratisierung in der Straßenbauplanung und im Zeitalter des Internets kein großes Problem). Aber die Behörde hat es verweigert!

Auch bei der Gemeinde Rinchnach ging es nicht immer ganz fair zu. Der geschäftsleitende Beamte wollte einer betroffenen Grundstücksbesitzerin die Einsicht in die Pläne verweigern mit dem Hinweis, sie sei nicht zu einem Einwand berechtigt und ihre Einwände würden ohnehin nicht berücksichtigt!

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Die Interessengemeinschaft ""Für eine naturerhaltende Umgehung von Rinchnach"" setzt sich für Alternativlösungen zur Entlastung des Ortskerns vom Fernverkehr ein.

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Das Projekt ist ein weiteres Scheibchen für den geplanten Autobahnzubringer. Der Verkehr aus Richtung Zwiesel (von Norden) würde die B 85 überqueren und durch das fehlende Teilstück im Tal der Rinchnacher Ohe weiter Richtung Autobahn im Donautal fließen. Eine ganz neue Durchgangsstaße durch ein bisher ruhiges Gebiet. Auf den Fotos unten (großklicken; die Nummern entsprechen den rot eingezeichneten Standorten auf der Karte) machen Sie einen Spaziergang durch die noch unberührte Landschaft im Osten von Rinchnach. 

 

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Die Medien begleiten das Planfeststellungsverfahren

Am 15. Januar 2009 lädt der Bund Naturschutz zu einem Ortstermin mit den regionalen Medien ein. "Unser Radio" und der Bayerische Rundfunk berichten am selben Tag. Im "Bayerwald Boten" erscheint am folgenden Tag ein großer Artikel, den Sie hier nachlesen können. Auch "Donau TV" berichtet ausführlich. 

 

Den recht ansprechenden Bericht von "Donau TV" können sie sich auf dem Areal anschauen (Kapitel "Weitere Planungen")

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Am 11. März 2008 besichtigte Hubert Weiger, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz, die Trasse. Hier der Bericht des Bayerwald Boten (Scan, 6,4 MB).