Planfeststellungsverfahren zur Westumgehung

Wir haben die Planfeststellungsunterlagen für die Verlegung der B11-Ortsumfahrung Ruhmannsfelden eingehend geprüft. In unserer Stellungnahme haben wir die Auswirkungen der Plantrasse für Mensch, Landschaft und Natur zusammengefasst und die angeblich zu erwarteten Vorteile hinterfragt.

Wir sind entsetzt, wie verantwortungslos hier mit unserer Heimat umgegangen wird.

Die geplante „Rennstrecke“ wird das gewohnte Landschaftsbild massiv verändern. Die Strecke quert mehrere Täler auf dammgeführten Abschnitten. Dadurch werden gewohnte Blickbeziehungen durchtrennt. Sogar die Straßenbauer bestätigen ihr eine „starke Verfremdungswirkung, sowie Veränderungen und Beeinträchtigung des Landschaftsbildes“.

Dammaufschüttungen und Einschnitte, die gigantischen Anschlüsse und Knotenbauwerke für die Einschleifung der Kreis- und Gemeinde­straßen – jede so groß wie der Autobahnanschluss Deggendorf Mitte! –  verbrauchen zusammen rund 20 ha Land. Landfläche, die in Ruhmannsfelden ohnehin äußerst knapp ist. Hier würden ca. 3 % der Gemeindefläche und sogar 6 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche von der neuen Straße verschlungen. Zum Vergleich: alle Autobahnen, Bundes-, Staats- und Kreisstraßen verbrauchen in Bayern einen Anteil von ca. 0,8 % der Landesfläche.

Wie massiv sich die Maßnahme auswirken wird, ist in den beiden Film-Animationen der Planungsunterlagen gut zu erkennen. Um geschätzt eine Minute Fahrzeitgewinn zu erreichen, werden rund 26 Mio. Euro + X verbaut und ein weiteres Stück Heimat zubetoniert.

Dürfen wir das zulassen?
Noch bis zum 13. Oktober können Einwände gegen diesen Raubbau an der Heimat in den Gemeindeverwaltungen Ruhmannsfelden, Patersdorf und Prackenbach, oder direkt bei der Regierung von Niederbayern geltend gemacht werden.



B 11 Ruhmannsfelden

Ruhmannsfelden - Bevölkerung: 2100 Einwohner (31. Dez. 2015, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhmannsfelden)

2 "Verkehrsknoten" mit überdimensionierten Kreisverkehren - jede B 11-"Einschleifung" zur geplanten Westumfahrung von Ruhmannsfelden ist so groß wie die geschätzte Fläche von (je!) rund 6 Fußballfeldern.



Die Kreisgruppe unterstützt seit Jahren die Bürgerinitiative gegen die Westumgehung von Ruhmannsfelden. Wir fragen: für wen ist diese überdimensionierte Trasse durch Felder, Wiesen, Äcker?

Noch mehr Flächenfraß? BayNatSchG - Teil 3 Schutz von Flächen und einzelnen Bestandteilen der Natur - Das gilt nicht für jeden.



Die "Gottes"zell"strecke" B11 um Ruhmannsfelden Sinn und Unsinn der dreispurigen Westumgehung von Ruhmannsfelden. Umweltschutz als Aufgabe mit Verfassungsrang für Staat, Gemeinden und Körperschaften (GVBl vom 20. Juni 1984, S. 223)


*Bei den Filmen der Kreisgruppe Regen handelt es sich teils um Film- und Fotomontagen. Sie beruhen auf den Angaben aus den Plänen der Planfeststellungsverfahren des Staatlichen Bauamts. Alle weiteren Details wurden mit Daten von Bayernatlas, Google Earth Pro oder teilweise vor Ort aufgenommen Fotos erstellt. Optische Realisierungen beruhen auf Annahmen. Wir erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit.


Kandidaten zur Landratswahl

Wir haben den vier Landrats-Kandidaten dreizehn Fragen gestellt. Dabei wollten wir erfahren, wie wichtig ihnen eine umweltfreundliche und nachhaltige Entwicklung unseres Landkreises ist.

Das haben die Kandidaten Dr. Stefan Ebner, Rita Röhrl und Jens Schlüter geantwortet:

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Die Kandidaten wurden am 05.09.2017 angeschrieben und gebeten, die Fragen innerhalb einer Woche mit JA/NEIN zu beantworten. Wie zu erwarten war, haben sich die Kandidaten nicht auf die JA/NEIN-Aussage beschränken lassen und ergänzend kommentiert. Kandidat Müller hat unter dem Hinweis, dass eine Antwort mit JA/NEIN ohne weitere Kommentierung nicht möglich sei, keine Angaben gemacht. Aus diesem Grund beschränkt sich die Gegenüberstellung auf die Antworten von Frau Röhrl, Herrn Dr. Ebner und Herrn Schlüter.