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Droht 2021 das endgültige Waldbahn-Aus?

Am Montag, 25.08.2020 hat Verkehrsministerin Schreyer überraschend das Aus für den Bahn-Probebetrieb Gotteszell – Viechtach verkündet.

Dabei wurde offensichtlich mit verwirrenden Informationen und Zahlen jongliert. Es ist alles andere als guter Stil oder Wertschätzung der Region, wenn selbst die politischen Mandatsträger und die Landrätin vorab nicht informiert wurden. Scheinbar wurde sogar die Bayerische Eisenbahngesellschaft von dieser Entscheidung überrascht. Vermutlich wurde die Unbedarftheit der Ministerin von der Ministerialbürokratie ausgenutzt. Kein Wunder, in ihrer kurzen Amtszeit ist sie alles andere als in die Materie eingearbeitet. Sie konnte sich noch kein Bild von der Situation vor Ort machen. Ein Besuch in der Region, um sich mit der Mobilitätssituation vertraut zu machen, würde nicht schaden. 

Es ist unerklärlich, warum man eine zeitgemäße Verkehrsentwicklung im Ländlichen Raum mit aller Kraft und gegen den Willen der Region verhindern will. In Oberbayern stöhnt man unter der Verkehrsbelastung des Ausflugsverkehrs – im Bayerischen Wald blockiert man eine nachhaltige Verkehrsentwicklung und damit eine nachhaltige, zukunftsweisende Tourismusentwicklung.

Wir dürfen uns die Zukunft unserer Heimat nicht von realitätsfernem Bürokratismus aus der Hand nehmen lassen!

Die Waldbahn ist das Mobilitätsrückgrat der Region - auch die 25 Kilometer zwischen Gotteszell und Viechtach.
das soll auch so bleiben!

Hier finden Sie unsere Presseerklärung zu diesem bedauerlichen Paradebeispiel verfehlter Verkehrspolitik.

helfen Sie mit, die Waldbahn auf Dauer zu sichern!

  • Unterzeichnen Sie die online-Petition Rettet die Waldbahn in Bayerisch Kanada und informieren Sie möglichst viele Menschen darüber.
    Die Petition kann man auch analog in Papierform unterschreiben. Hier können Sie das Formular herunterladen.
     
  • Teilen Sie uns Ihre Meinung unter regen@bund-naturschutz.dezum möglichen „Waldbahn-Aus“ mit!
    Wir werden Ihre Rückmeldungen sammeln, auf hier - auf Wunsch auch vertraulich - unserer Homepage veröffentlichen.
     
  • Schreiben Sie Leserbriefe!
    Der Unmut über die Entscheidung der Verkehrsministerin darf nicht zu schnell verstummen.
     
  • Nutzen Sie die Waldbahn und tragen Sie so zur Sicherung unserer Bahnanbindung bei!
    Wir müssen beweisen, dass wir die Waldbahn als Hauptverkehrsachse brauchen, bevor noch mehr gestrichen wird.

 


Auch nach dem ersten Probebetriebsjahr war der Fortbestand ungewiss


Dauerbetrieb für die Bahnstrecke Gotteszell - Viechtach! Weil die Region den Zug braucht.

„Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ fordert die gleichnamige Landtagskommission. Mit der Bestellung eines Bahn-Dauerbetriebes auf der Strecke Gotteszell – Viechtach kann die Regierung beweisen, dass diese Forderung ernst gemeint ist.

Der Personenverkehr wurde 1991 auf dieser Strecke eingestellt.

Nach über 25 Jahren ohne öffentliche Mobilitätsangebote wurde am 12. September 2016 der Bahnverkehr hier für eine zweijährige Probephase wiederaufgenommen. Der Zuspruch war schon im ersten Jahr sehr vielversprechend.

Rund 800 Fahrgäste nutzen nach Zählergebnissen des Mobilitätsvereins „Go-Vit e.V.“ täglich den Zug.

Für die Übernahme in den Dauerbetrieb ist dies nach den Bewertungskriterien des Verkehrsministeriums jedoch zu wenig. Gefordert sind 1.000 Fahrgäste, die jeweils auf der gesamten 25 Kilometer langen Strecke im Zug sitzen. Wer nur eine Teilstrecke fährt, zählt nur anteilig. So ergeben die 800 Fahrgäste lediglich eine Fahrgastzahl von gut 500.

Das Ministerium will an der 1.000-er Fahrgastzahl festhalten, egal ob eine Bahnstrecke den ländlichen Raum oder eine Metropolregion bedient.

 

Wichtig ist, aktiv werden und Landrätin Röhrl bei ihrem Einsatz für einen Dauerbetrieb unterstützen!

Sie hat ein großes Stück Arbeit vor sich. Auf Vorleistungen ihres Vorgängers Adam kann sie kaum aufbauen. Unter seiner Leitung wurde im wesentlichen nur das ehrenamtliche Engagement beobachtet.

Wir sind überzeugt, dass die Fahrgastzahl noch wesentlich ausbaufähig ist. Denn viele Potentiale wurden bisher noch nicht bearbeitet.